- Erstellung: Der Gebäuderessourcenpass wird auf Basis eines BIM- (IFC-) oder Excel-Modells erstellt – sowohl für Neubauten als auch für Bestandsobjekte.
- Förderung & Politik: Erste Bundesländer erproben den digitalen Gebäuderessourcenpass im Rahmen öffentlicher Förderprogramme; er soll perspektivisch Teil der QNG-Zertifizierung werden.
- Zertifizierung: Die DGNB hat den Gebäuderessourcenpass bereits als festen Bestandteil ihres Zertifizierungssystems für Neubauten verankert.
- Normung: Die VDI 6250 als auch die CEN/TC 350/SC 1/WG 4 "Circular related information in construction works" beschäftigen sich mit der Struktur und Datentiefe des Gebäuderessourcenpasses
Der Gebäuderessourcenpass wird oft mit dem Energieausweis verglichen: Während dieser den Energieverbrauch im Betrieb abbildet, macht der Ressourcenpass sichtbar, was tatsächlich in einem Gebäude steckt – von Beton über Stahl bis Holz – und wie hoch dessen Materialwert sowie CO2-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus sind.
Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnahes Wissen zur Erstellung und Nutzung von Gebäuderessourcenpässen am Beispiel des Anwendungstools Madaster. Neben den regulatorischen und normativen Grundlagen wird gezeigt, wie ein Gebäuderessourcenpass aufgebaut wird, welche Daten benötigt werden und wie sich die Ergebnisse für Planung, Zertifizierung und Genehmigung nutzen lassen.
Ziel ist, dass Sie den Gebäuderessourcenpass als Instrument der zirkulären Bauwirtschaft verstehen und die praktische Anwendung des Tools Madaster in eigenen Projekten einordnen und nutzen können.