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Qualifizierungsprogramm

Sozialberater:in in der Wohnungswirtschaft

Termine/Orte

LEG001643
Raum Frankfurt -
LEG001787
Bochum -
Teilnehmerpreis 2.400,00 € Fördermöglichkeiten

Zielsetzung

Bezahlbares Wohnen steht unter Druck und soziale Problemlagen werden im direkten Kontakt mit Mieterinnen und Mietern immer sichtbarer: Mietschulden, Konflikte, Verwahrlosung, Einsamkeit oder psychische Belastungen zeigen sich im Alltag der Wohnungsunternehmen.

Der Handlungsdruck wächst: 2025 waren in Deutschland rund 17,6 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, etwa 13,3 Millionen galten als armutsgefährdet. Für Wohnungsunternehmen bedeutet das: Soziale Krisen wirken unmittelbar auf Mietverhältnisse, Hausgemeinschaften und Quartiere und damit auf Kosten, Prozesse und Risiken.

Professionelles Sozialmanagement setzt genau hier an: Es erkennt Warnsignale früh, stabilisiert Mietverhältnisse und bindet passende Hilfen ein. So werden Eskalationen vermieden, Fachbereiche entlastet und wirtschaftliche Schäden reduziert.

Entscheidend: Sozialmanagement ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition mit schneller Wirkung. Die Opportunitätskosten unbehandelter Problemlagen – etwa durch Mietausfälle, Räumungen, Instandsetzung oder Imageverlust – übersteigen die Aufwände häufig deutlich. Bereits eine verhinderte Kündigung oder Räumung kann die Kosten für Sozialarbeit mehr als kompensieren.

Das Programm befähigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, soziale Problemlagen frühzeitig zu erkennen, sicher zu bearbeiten und präventiv zu steuern. Mit der Weiterbildung zum/zur Sozialberater:in übernehmen Sie eine wichtige Rolle sowohl für die soziale Stabilität in Ihren Quartieren als auch für die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit Ihres Unternehmens.

Inhalte

  • Erfolgreiche Einbindung von Sozialmanagement und -beratung in Wohnungsunternehmen
  • Sozialrecht kompakt – Sozialhilfe, ALG II, Wohngeld, Existenzsicherung & Co.
  • Selbstreflektion und professionelle Konfliktbearbeitung – Strategien zur Deeskalation und nachhaltigen Lösungen von Nachbarschaftskonflikten
  • Vielfalt im Quartier: Interkulturelle Nachbarschaften verstehen und konstruktiv gestalten
  • Umgang mit verwahrlosten und seelisch kranken Mieterinnen und Mietern
  • Sicherer und lösungsorientierter Umgang mit belasteten Mietverhältnissen und komplexen sozialen Problemlagen

Ihre Vorteile

  • Sie lernen, tragfähige Unterstützungs- und Kooperationsnetzwerke aufzubauen und gezielt zu nutzen, um soziale Problemlagen frühzeitig und wirksam zu bearbeiten.
  • Sie erwerben praxisbewährte Methoden der Deeskalation und Konfliktlösung, um Nachbarschaftskonflikte sicher, strukturiert und lösungsorientiert zu bearbeiten.
  • Sie entwickeln mehr Handlungssicherheit im Spannungsfeld zwischen sozialer Verantwortung, rechtlichen Anforderungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

  • Für einen intensiven Austausch und wirksames Lernen ist das Qualifizierungsprogramm bewusst auf maximal 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt.

Zielgruppe

  • Mitarbeiter:in aus dem Bereich Bestandsbewirtschaftung
  • Mitarbeiter:in im Bereich des Sozialmanagements
  • Mitarbeiter:in von sozialen Organisationen
  • Kundenbetreuer:in

Termine/Orte

EBZ - Europäisches Bildungszentrum Springorumallee 20 44795 Bochum
Termine/Orte
  • Mittwoch, 20.01.2027
    09:30 - 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 21.01.2027
    09:30 - 17:00 Uhr
Termine/Orte
  • Mittwoch, 17.02.2027
    09:30 - 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 18.02.2027
    09:30 - 17:00 Uhr
Termine/Orte
  • Mittwoch, 10.03.2027
    09:30 - 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 11.03.2027
    09:30 - 17:00 Uhr
Termine/Orte
  • Mittwoch, 07.04.2027
    09:30 - 17:00 Uhr
  • Donnerstag, 08.04.2027
    09:30 - 17:00 Uhr

Dozent:in

  • Carsten Tech

    ist Dozent im Bereich Soziales Management bei der hanova WOHNEN GmbH und engagiert sich seit über 15 Jahren für Quartiersentwicklung und Beteiligungskultur. Als Geograph setzt er sich besonders für interdisziplinäre Ansätze zur Förderung sozialer Nachhaltigkeit in Stadtteilen mit Unterstützungsbedarf ein.

  • Oliver Klingelberg

    ist Diplom Soziologe und leitet seit 2011 das Sozialmanagement bei der BGW Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH. Bereits davor hat er sich im Rahmen einer mehrjährigen Tätigkeit bei der Verbraucherzentrale NRW intensiv mit den Themen Wohnen, Gesundheit und Pflege beschäftigt. Schwerpunkte seiner Arbeit bei der BGW sind insbesondere die (Weiter-) Entwicklung von quartiersbezogenen und inklusiven Wohn- und Versorgungskonzepten (u.a. „Bielefelder Modell“) sowie die Wohnungsnotfallhilfe und Prävention von Wohnungsverlust.

  • Patrick Hartmann

    ist Bereichsleiter bei InWIS und spezialisiert auf sozialräumliche Analysen, nachhaltige Quartiersentwicklung und Beteiligung. Verantwortet Forschungs- und Beratungsprojekte zur Zukunftsfähigkeit urbaner und ländlicher Quartiere.

  • Robert Montau

    ist erfahrener Trainer und Berater in der Wohnungswirtschaft. Er verfügt über langjährige Praxis in der Schulung von Wohnungsunternehmen, insbesondere im Umgang mit schwierigen Mietverhältnissen, Konfliktmanagement und nachhaltiger Verhaltensänderung.

  • Sonja Wazner

    ist Kommunikationswissenschaftlerin, zertifizierte Trainerin (EBZ) und betreut das Sozialmanagement und die Öffentlichkeitsarbeit beim Gemeinnützigen Wohnungsverein zu Bochum eG.

    In dieser Kombination trägt sie seit 2022 zur Verbesserung der Quartiersumfelder anhand von sozialen Projekten, Kooperationen und den damit verbundenen Veröffentlichungen bei.
  • Dipl.-Ing. (FH) Stefan Bornefeld
    ist spezialisiert auf barrierefreies Bauen. Als Sachverständiger für Barrierefreies Planen und Bauen (HTWG) und Fachplaner für barrierefreie Verkehrs- und Freiraumgestaltung begleitet er mit seinem Büro „bsb barrierefrei“ Baumaßnahmen und ist als freier Dozent für Weiterbildungseinrichtungen tätig.

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